Sonntag, 19. Februar 2006

Interview mit Prof. Dr. Fischer – Teil 2

Das Ziel ist erreicht: Das Semester neigt sich dem Ende zu und vor allem sind alle Sendungen wirklich super gelaufen. Von hier aus noch einmal herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten! Ihr habt das echt großartig gemacht! Und das findet auch unser „Coach“, wie er im Interview bekundete. Vor unserer ersten Senderunde hat Prof. Dr. Fischer schon einmal für unser Blog geduldig meine Fragen beantwortet; wie er die Buchmarktnews im Rückblick sieht, ist nun hier zu lesen.


ksb: Würden Sie noch mal eine solche Radio-Übung anbieten?

Fischer: Die Erfahrungen mit der Radio-Übung waren für mich insgesamt so positiv, dass ich selbstverständlich mit dem Gedanken spiele, wieder einmal eine ähnliche Lehrveranstaltung anzubieten. Das kann natürlich nur in einem gewissen zeitlichen Abstand geschehen, denn die Radioarbeit stellt – auch wenn sie buchmarktbezogen abläuft – für das Fach Buchwissenschaft nicht ein Kerngebiet dar, sondern nur eine von vielen möglichen Erweiterungen der Lehrmethoden.

ksb: Würden Sie dann etwas anders machen?

Fischer: Ich würde versuchen, ein anderes Konzept zu finden – nicht, weil ich mit dem jetzt praktizierten unzufrieden gewesen wäre, sondern weil ich gerne etwas Neues mache und auch zu große Angst hätte, dass eine reine Neuauflage nicht mehr so gute Resultate erbringen könnte. Im übrigen wird abzuwarten sein, ob in den demnächst einzurichtenden Bachelor- und Masterstudiengängen für einen Veranstaltungstyp dieser Art noch Platz sein wird – oder ob diese Studiengänge nicht vielleicht sogar noch günstigere Voraussetzungen für die Installierung eines solchen Moduls bieten werden, zum Beispiel in Kooperation mit der Publizistik oder dem Journalistischen Seminar. Da würde dann vieles von vornherein in anderen Bahnen laufen.
Innerhalb dessen, was wir uns vorgenommen haben, hat sich das von uns verfolgte Konzept meines Erachtens in jeder Hinsicht bewährt. Wenn ich noch mal an den Start zurückgehen und daran etwas ändern könnte – ich wüsste nicht, was.

ksb: Ursprünglich war die Übung ja mit viel weniger Leuten geplant. Denken Sie jetzt, dass das überhaupt machbar gewesen wäre? Oder finden Sie umgekehrt, dass in einer kleineren Gruppe zum Beispiel eine bessere Koordination möglich gewesen wäre?

Fischer: Dass es gelungen ist, eine Gruppe von 51 Teilnehmern so zu koordinieren, dass terminlich punktgenau die Sendungen in dieser Qualität fertig waren, halte ich nicht für selbstverständlich. Und dass dabei jede/r einzelne der Beteiligten zeigen konnte, was er drauf hat, noch viel weniger. Von daher möchte ich mir nachträglich nicht wünschen, dass es weniger Teilnehmer gewesen wären. Wir hätten dann vielleicht Probleme gehabt, sechs Sendestunden (was ja wirklich viel ist!) zu füllen. Heißt unter dem Strich: Es hat ganz einfach alles gepasst! Um aber nicht nur in Superlativen zu schwelgen: Den Hörsaal P 4 [großer Stufensaal, Anm. ksb] als Veranstaltungsort für unsere Diskussionen würde ich nicht noch einmal akzeptieren, die Situation war zeitweise etwas schwierig. Aber das betrifft ja nur ein Detail und hat uns an produktiver Arbeit letztlich nicht gehindert.

ksb: Vor der ersten Sendung haben Sie sich sehr zufrieden mit der Arbeit und den Erfolgen der Gruppen gezeigt und auch im Seminar klang diese Stimmung immer wieder durch. Ihr Fazit jetzt, wo alles vorbei ist?

Fischer: Mein Fazit, das ist aus meinen bisherigen Bemerkungen wohl schon deutlich geworden, ist ein rundherum positives, gerade heute, wo die Serie mit zwei wieder sehr gelungenen Sendungen zu Ende gegangen ist. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal alle beglückwünschen zu der Performance, die sie im Rahmen dieser Übung gezeigt haben. Zu meinem ganz persönlichen Fazit gehört, dass ich mich durch die Arbeit mit dieser Übungsgruppe beruflich und menschlich bereichert fühle. Meine Hoffnung wäre nun, dass wir alle von dem gemeinsamen Erfolgserlebnis viel mit hinübernehmen können in unsere zukünftigen Aktivitäten.

ksb: Vielen Dank für das Interview, aber auch für eine besondere Übung, die uns einmal aus einer ganz anderen Perspektive auf den Buchmarkt hat blicken lassen!

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