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Freitag, 10. Februar 2006

Zwei Blogtipps

Eine aus gutem Grund anonyme Buchhändlerin aus Flensburg bloggt äußerst unterhaltsam aus dem buchhändlerischen Alltag unter "Buchhändleralltag und Kundenwahnsinn":

..Klopf, Rumms, Klopf.... diese Geräusche in einer Buchhandlung lassen einen aufhorchen. Besonders dann, wenn man selbst und alle anderen Kollegen nicht die Verursacher sind. Irritiert sieht man sich an und begibt sich auf Aufklärungstour.
Und was findet man?
Na klar, einen Kunden, was sonst. Bemerkenswerter ist dann doch schon die Tätigkeit des netten jungen Herrn: Bücher gegen eine Regalkante schlagen.
Ja, richtig gelesen: Bücher demolieren, vermacken, zerstören, misshandeln...

(...)

Es dauerte auch nicht sehr lange, bis der junge Mann an die Kasse kam. Er legte die vermackten Bücher auf den Tresen und zückte sein Portemonnaie.
Wir wollten uns grade bei ihm entschuldigen, dass wir ihn fast unschuldigerweise gebrockhaust hätten, als:

Kunde: "Die Bücher sind ja hier und hier und hier schon etwas beschädigt. Bekomme ich da Rabatt?"


Tipp 2:
Jan Weiler, Chefredakteur des SZ-Magazins und Bestsellerautor
befindet sich auf Lesereise und bloggt aus der Provinz, z.B. aus Speyer.
Man möge Herrn Weiler bitte nur mitteilen, dass die Maximilianstraße im Sommer, aufgrund der Touristenhorden gar nicht geht!

Freitag, 3. Februar 2006

Widerruf

Hiermit möchte ich meine gestern proklamierte Verschwörungstheorie widerrufen.

Grund dafür:
Ich habe mir das Flashmonster die Website der im Impressum von Webwatching.info genannten "Art Directors" angeschaut (Call it: Blogger-Recherche!).

Leider bin ich jetzt blind.

Mittwoch, 1. Februar 2006

WebWatching

19 Studierende des Instituts für Journalistik und Kommunikationswissenschaft in Hamburg haben im Rahmen eines Seminars Interviews geführt mit Akteuren des neuen und alten Journalismus, darunter Thomas Leif (SWR, Netzwerk Recherche), Mathias Müller von Blumencron (Chefredakteur von Spiegel Online), Peter Praschl (Amica, SZ Magazin, Le Sofa Blogger), Christoph Schultheis (Bildblog) und Siegfried Weischenberg.

Die Interviews sind sehr sehr lesenswert - das Design in Flash eine Katastrophe.

Es wird nicht eine Frau interviewt...

Nachtrag:
D'Oh! Fällt nicht nur mir auf: Spreeblick / Andreas.de / Rebellmarkt

Nochmal Nachtrag, 02.02. 10:50 Uhr:
Momentan läuft gerade die große Update-Welle durch die Blogosphäre: Aufgrund der massiven Kritik am Flash-Layout gibts Webwatching jetzt auch in einer HTML-Version.

Ich hege ja einen Verdacht (Achtung Verschwörungstheorie!):
Die Damen und Herren Studenten sind ja bei der Vermarktung Ihres Projektes nicht ganz unprofessionell vorgegangen. So gab es einige der (wirklich lesenswerten) Interviews bereits vorab zu lesen, u.a. in der Netzeitung und bei Telepolis.
Ich glaube, hier sollte durch eine "Skandalisierung" ein möglichst hoher Impact-Faktor in der Blogosphäre erreicht werden, was ja auch gelungen ist. Die HTML-Version der Website lag längst in der Schublade!

Und morgen werden noch drei, vier Interviews mit wichtigen Mediendamen aus dem Hut gezaubert. ;)
In einem halben Jahr erfreut uns dann die hundertste eine Diplomarbeit aus Hamburg, die über Vernetzung der deutschen Blogoshäre berichtet...

Lieber Klapse als Knast! :)

Dienstag, 31. Januar 2006

Krimiblog(gen)

Rechtsmedizinisches Institut Hamburg: Auf dem Sektionstisch liegt ein kaltes, totes Blog. Viele Monate lang hat es seine Schuldigkeit getan, täglich neue Texte, Bilder, Töne und Filme den geneigten Lesern zu Kenntnis gebracht. Jetzt ist es tot.

Das Krimiblog erklärt "Bloggen für Krimiautoren" in bisher zwei Teilen [Teil 1 / Teil 2]

Sonntag, 29. Januar 2006

Digitale Revolution

Lesebefehl!
Stefan Niggemeier in der heutigen FAS:
Das Publikum an der Macht. Die digitale Revolution kommt gerade erst richtig in Schwung: Die Tage, in denen eine Handvoll Leute bestimmen konnte, was wir hören, sehen, lesen, sind gezählt. In naher Zukunft werden wir alle Programmdirektoren und Chefredakteure sein.
Wer die FAS abonniert hat, klickt hier.
Wer nicht, zahlt 1,50 Euro
oder schaut auf die Website von Stefan Niggemeier.
[Nachtrag: Inzwischen auch frei bei FAZ.net!]

Noch ein Schnipsel:
Und es wird nicht mehr nötig sein, das Okay von mutlosen Senderverantwortlichen zu bekommen. In Großbritannien produziert der Komiker Ricky Gervais, Hauptdarsteller und Miterfinder von “The Office” (dem Vorbild für “Stromberg”), eine wöchentliche Radioshow als Podcast. In den ersten sieben Wochen ist sie über zwei Millionen Mal heruntergeladen worden. “Normalerweise muß man eine Show auf BBC Radio 1 oder Radio 2 machen, um von Millionen Leuten gehört zu werden”, sagt Gervais. “Das Problem ist, daß diese Sender von einem erwarten, kompetent und professionell zu sein. Wir mußten einen Weg finden, das zu umgehen.”

[via franziskript]

Nachtrag:

Ohne dies belegen zu können, wage ich zu behaupten, dass der FAS-Artikel zum meistverlinktesten Old Media-Artikel der letzten drei Tage in der deutschen Blogosphäre geworden ist.

Und innerhalb der Diskussionen darüber werden wir plötzlich "OnTopic":
Sebas kritisiert nämlich:
Revolution ist ein großes Wort. Und Niggemeier sagt: „Jetzt hat sie begonnen.“ Ich glaube, damit ist er spät dran.
Die Revolution begann um 1440 mit Gutenbergs beweglichen Lettern und der Verbreitung des Buchdrucks. Erstmals fanden Worte, Fakten und Meinungen eine Verbreitung, die nur noch schwer von der Kirche kontrollierbar war.

Auch Autor Niggemeier diskutiert mit...

Montag, 2. Januar 2006

Einmal, Zweimal lächerlich machen, bitte!

Die Direktorin des Sozialgerichts Bremen hat seit kurzem einen Internetanschluss. Von einem hippen, jungen Mitarbeiter lässt sie sich zeigen, wie man denn so ein Internet bedient. Der hippe, junge Mitarbeiter erklärt ihr, dass man mit Suchmaschinen, wie z.B. Google das ganze, weite Internet durchsuchen kann.
Also flugs mal nach "Sozialgericht Bremen" gesucht und völlig entrüstet festgestellt: Da benutzt ja jemand das "Sozialgericht Bremen" in seiner Internetadresse!

Das erfüllt natürlich den
Tatbestand der Namensanmaßung im Sinne von § 12 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
und erfordert umgehend rechtliche Maßnahmen.

Und schon hat man den größten Online-Lacher der Jahreswende produziert!

Welch Auswirkungen solch eine Blackout-Aktion haben kann zeigt sich, wenn man heute per Google nach dem "Sozialgericht Bremen" sucht...

Erst recht peinlich wird es, wenn nicht nur die Inkompetenz in Umgang und Sozialisation mit dem Internet publik wird, sondern auch die juristische Sichtweise fein säuberlich zerlegt wird.

Auch Papa Klum, Vater der Heidi GmbH, lässt da keinen Griff ins Klo aus...


Vielleicht gibts ja bald Post von Thalia...! ;)

Vergangenheitsbewältigung Erster Teil

Ouch! Es ist schon heftig, wenn der RSS-Reader nach eineinhalb Wochen anzeigt:

Unread Topics (11345)

Da hilft nur ein beherzter Klick auf den "Mark all as read"-Link...

Ein paar interessante Meldungen der vergangenen Tage sind mir jedoch nicht entgangen, die ich im Folgenden kurz zusammenfasse:

In seinem Jahresrückblick auf die Blogosphäre analysiert Don Alphonso, warum so wenige Literaten und Schriftsteller bloggen.
Zwei Tage später wird bekannt, dass Amazon (zumindest in den USA) Blogs für Autoren einrichtet. (Literaturcafé / heise / New York Times)
So ganz ausgereift scheint das aber noch nicht zu sein...

Montag, 5. Dezember 2005

Uniblogs

Immer mehr Studierende und Universitätsdozenten entdecken Wikis und Weblogs als internes und externes Kommunikationsmedium - so zumindest mein subjektiver Eindruck.

Gerade über netbib frisch reingekommen:
Ein Weblog von Studenten der Informationswissenschaft an der Uni Regensburg.
Als verwandte Disziplin (oder zumindest angeheiratet...) der Buchwissenschaft auch von uns: Herzlich willkommen! ;)

Noch ein Beispiel, auch wenn hier wohl noch schwer gebastelt wird: Die Website eines Seminars in diesem Wintersemester an der Uni Münster zum Thema: Weblogs & Wikis: Publizieren im Internet.

Samstag, 3. Dezember 2005

Medienköche

Ich gestehe: Mir ist Vincent Klink am liebsten.
Die "jungen hippen" à la Mälzer oder Oliver halte ich für eher ermüdend in ihrer aufgesetzten "Kuck mal so originell und so ooo einfach"-Attitüde.
Kollege Lafer, der Kochkönig der medialen Selbstvermarktung hat durchaus Unterhaltungswert, wenn auch eher unfreiwillig ("Ahhh liebe Zuschauer, wenn sie das riechen könnten...mmmhhh.....").
Siebeck schreibt großartig, stört aber durch massive Arroganz gepaart mit Weltfremdheit (Wie? Es gibt Menschen, die es sich nicht leisten können, den Kühlschrank ausschliesslich über Wochenmarkt und Biobauer zu bestücken...?).
Arroganz ist auch Herrn Klink nicht unbekannt - bei ihm kommts aber ungleich sympathischer rüber, was sicherlich auch an körperlicher Erscheinung und Dialekt liegt. Man unterschätzt den Mann erst mal.
So mag es auch zuerst verwundern, dass Klink zusammen mit "Radaubruder im Geiste" Wiglaf Droste die literarisch-kulturelle Küchenzeitschrift "Häuptling eigener Herd" heraus gibt. (Rezensionssammlung beim Perlentaucher / Website).

Ein amüsantes Beispiel:
Klink über das Wayku-Rind und dessen Liebhaber:
Hochleistungsgourmets so etwas brauchen um ihr Ego zu stärken und dafür 200 Euro bezahlen, dann ist das okay. Neid ist völlig unangebracht wenn das Geld reicher Leute in den Konsum gerät und nicht auf Auslandskonten versackt. Schlimm ist nur, dass man diese Hedonisten Gourmets nennt, wo sie doch in erster Linie nur obszöne Statusesser sind. Vor solchen Leuten ekelt es mich geradezu.
Klink über die Kritik an der Kritik:
Ich bin nicht der Ansicht der Restaurantkritiker die immer nach allgemeingültigen Kategorien fahnden um eine Art Gorumetbundesliga besser installieren zu können. Ecken und Kanten müssen sein, vor allem die klare Haltung des Wirts. Es schließt sich dann aus, jedem Gast es Recht machen zu wollen. Man bedenke, Gasthäuser zwischen Seniorenteller, Pumuckl-Töpfchen und Panoramaplatte sind letztlich die Folge des Slogans: "Bei uns ist der Gast König!"
Gastro-Rock 'N' Roll! =)

Was ich eigentlich sagen will...

Zusammen mit den Kollegen Blauel (Blauel's Restaurant <= Copyright für Deppen-Apostroph by Blauel!) und Fuchs (Hotel Spielweg) bloggt Vincent Link Kink Klink(Restaurant Wielandshöhe) unter "Nachgesalzen" bei den Blogs der ZEIT.

[via Wirres]

Buchmarkt NEWS

Begleitendes Weblog zur Radiosendung auf Radio Rheinwelle

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